Bunt essen – gesund geniessen!

Mehr Farbe auf dem Teller

Bunt is(s)t gesund!
Rot, Grün, Orange, Blau oder Violett – Obst und Gemüse bringen ordentlich Farbe auf unseren Teller. Doch die Farben sehen nicht nur schön aus: Hinter ihnen stecken spannende Pflanzenstoffe, die Teil einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung sind.

Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen liefern pflanzliche Lebensmittel eine grosse Vielfalt sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe. Und genau die schauen wir uns etwas genauer an.

Kleine Stoffe, spannende Wirkung

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?
Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette gehören zu den Hauptnährstoffen und versorgen unseren Körper unter anderem mit Energie und Baustoffen. Sekundäre Pflanzenstoffe haben dagegen ganz andere Aufgaben.

Für die Pflanze sind sie echte Multitalente: Sie können vor Schädlingen schützen, Farbe und Duft erzeugen oder Insekten zur Bestäubung anlocken.

Und das Spannende daran: Viele dieser Pflanzenstoffe werden auch im Zusammenhang mit positiven Effekten auf unsere Gesundheit erforscht.

Essen ist mehr als Geschmack

Wir essen mit allen Sinnen
Stell dir eine Erdbeere ohne Farbe oder eine Zitrone ohne ihren typischen Duft vor. Irgendwie langweilig, oder?

Farbe, Geruch und Geschmack machen Essen erst richtig zum Erlebnis. Verantwortlich dafür sind neben vielen anderen Substanzen auch sekundäre Pflanzenstoffe.

Deshalb gilt: Je abwechslungsreicher und farbenfroher unser Teller, desto vielfältiger ist in der Regel auch das Spektrum an Pflanzenstoffen.

Blau & Violett

Power aus Beeren
Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und viele weitere dunkel gefärbte Früchte enthalten Anthocyane. Sie gehören zu den Pflanzenfarbstoffen und verleihen Beeren ihre kräftigen blauen, violetten oder roten Farbtöne.

Anthocyane besitzen antioxidative Eigenschaften. Sie können dabei helfen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Auch die Preiselbeere bzw. Cranberry ist interessant: Bestimmte Inhaltsstoffe können dazu beitragen, dass sich Bakterien schlechter an der Schleimhaut der Harnwege anheften. Deshalb werden Cranberry-Produkte häufig zur Unterstützung der Harnwegsgesundheit eingesetzt.

Grün, grüner, Gemüse

Brokkoli & Co. dürfen öfter auf den Teller
Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Kräuter oder Salate: Grünes Gemüse bringt eine ganze Palette wertvoller Nähr- und Pflanzenstoffe mit.

Je nach Sorte stecken darin unter anderem Folat, Vitamin C, Vitamin K, Mineralstoffe, Ballaststoffe und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.

Kurz gesagt: Grünzeug darf ruhig regelmässig auf dem Teller landen – roh, gedämpft, gebraten oder als knackiger Salat.

Rot, Orange & Gelb

Bühne frei für die Carotinoide
Karotten, Kürbis, Aprikosen, Tomaten oder Sanddorn bringen warme Farben auf den Teller. Dahinter stecken unter anderem die Carotinoide.

Einige davon – beispielsweise Beta-Carotin – kann unser Körper in Vitamin A umwandeln. Vitamin A trägt unter anderem zur normalen Funktion des Immunsystems und zum Erhalt der normalen Sehkraft bei.

Andere Carotinoide wie Lycopin oder Lutein haben wiederum eigene interessante Eigenschaften.

Die einfache Küchenregel lautet deshalb: Nicht nur Grünzeug essen – Farbe wechseln!

Hot, hotter, Chili

Scharf kann ganz schön spannend sein
Wer gerne pikant isst, kennt sie: Chili und Pfeffer. Für die Schärfe sorgen unter anderem Capsaicin in Chili und Piperin im schwarzen Pfeffer.

Capsaicin erzeugt nicht nur das typische Wärmegefühl im Mund, sondern wird auch äusserlich in bestimmten Produkten eingesetzt – beispielsweise in Wärme- oder Schmerzpflastern.

Pfeffer wiederum bringt nicht nur Würze ins Essen. Piperin wird intensiv erforscht, unter anderem weil es die Aufnahme bestimmter Substanzen im Körper beeinflussen kann.

Der Regenbogen-Trick

Vielfalt statt Superfood-Hype
Brauchen wir jeden Tag exotische Superfoods? Nein. Viel wichtiger ist die Abwechslung.

Beeren zum Frühstück, ein Apfel zwischendurch, buntes Gemüse zum Mittagessen, ein Salat am Abend – schon kleine Veränderungen bringen mehr Vielfalt auf den Teller.

Eine einfache Challenge für den Alltag:

Wie viele verschiedene Farben schaffst du heute?

Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett – wer abwechslungsreich einkauft, bekommt ganz automatisch eine spannende Mischung verschiedener Pflanzenstoffe.

Unser Fazit

Eat the Rainbow!
Die Forschung entdeckt immer wieder Neues über die Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel. Eine Empfehlung bleibt dabei erstaunlich einfach:

Bunt, frisch und abwechslungsreich essen.

Denn unser Körper braucht nicht den einen perfekten Pflanzenstoff oder das eine Superfood. Er profitiert von Vielfalt.

Also: Mehr Farbe auf den Teller und einfach geniessen!

Lars Rogger
DROPA Drogerie Rogger Meggen

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